starke Umweltwirtschaft in NRW

Fördermittel der Umweltwirtschaftsstrategie

Im Rahmen der Umweltwirtschaftsstrategie werden unterschiedliche Fördermittel bereitgestellt, um den Aufbau und die Entwicklung der Umweltwirtschaft in Nordrhein-Westfalen zu unterstützen. Im Folgenden sind die zentralen Maßnahmen dargestellt.

Wettbewerbsaufruf „InnovationUmweltwirtschaft.NRW“

Der Förderwettbewerb „InnovationUmweltwirtschaft.NRW“ knüpft an das erfolgreiche Sonderprogramm Umweltwirtschaft an. Finanziert durch Europäische Fördermittel im Rahmen der Initiative REACT-EU richtet sich der Wettbewerb an innovationsorientierte Unternehmen und Akteure der Umweltwirtschaft mit dem Ziel einer grünen Erholung der Wirtschaft. Für den Förderwettbewerb stehen rund 23 Millionen. Euro EU-Mittel zur Verfügung. Die Projekte sollten bis zum 31.12.2022 beendet werden können.

Weiterführende Informationen zum Wettbewerb beim Projektträger

Sonderprogramm Umweltwirtschaft

Durch das Sonderprogramm Umweltwirtschaft sollen die Schwierigkeiten abgemildert werden, die durch die Corona-Krise für Unternehmen der Umweltwirtschaft in NRW entstanden sind. Die mit dem Programm bereitgestellte Förderung im Bereich „Forschung, Entwicklung und Innovation“ soll es Unternehmen ermöglichen, sich trotz der derzeit teilweise widrigen Marktsituation zukunftsorientiert weiterzuentwickeln. Vom Programmteil „Maßnahmen im Bereich grüne Gründungen“ profitieren speziell neugegründete Unternehmen im Bereich der Umweltwirtschaft, die bei der Entwicklung von Prototypen gefördert und bei der Erschließung der Märkte unterstützt werden. Die Förderung erfolgt über Zuschüsse. Mit der Durchführung der Förderung ist der Projektträger Jülich beaufragt.

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Umweltwirtschaftsrichtlinie NRW

Mit der Umweltwirtschaftsrichtlinie soll die Wettbewerbsfähigkeit der Umweltwirtschaft in Nordrhein-Westfalen erhöht werden. Mit Maßnahmen wie beispielsweise der Verbesserung des Wissenstransfers, der Stärkung von Vernetzungen, der Förderung von Produkt-, Prozess- und Dienstleistungsinnovationen, der Verbesserung des Fachkräfteangebotes sowie der Erschließung neuer Märkte sollen die ökonomischen Potenziale des Klima- und Umweltschutzes für Wirtschaft und Beschäftigung in Nordrhein-Westfalen nutzbar gemacht werden. Die Umweltwirtschaftsrichtlinie bildet die Rechtsgrundlage für unterschiedliche Fördermaßnahmen wie beispielsweise die Durchführung der Leitmarktwettbewerbe und Projektaufrufe im Zuge der EFRE-Förderung. Darüber hinaus können auch einzelne Förderprojekte direkt über die Umweltwirtschaftsrichtlinie beantragt werden.

Die Umweltwirtschaftsrichtlinie NRW: Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen für die im Umweltwirtschaft des Landes Nordrhein-Westfalen

Gründerförderung in der Umweltwirtschaft

 

1: KUER.NRW | Grüne Gründungen Nordrhein-Westfalen

KUER.NRW | Grüne Gründungen Nordrhein-Westfalen unterstützt Gründerinnen und Gründer, die mit ihrer Geschäftsidee zu Umwelt- und Klimaschutz beitragen: Innovationen für eine Green Economy. KUER.NRW steht für die Zukunftsbranchen Klima, Umwelt, Energieeffizienz und Ressourcenschonung (KUER). Speziell akkreditierte KUER Coaches, Mentoren, Spezialisten, Branchenexperten und Angel Investoren begleiten sie über alle Phasen ihrer KUER-Gründung – von der Ideenfindung über die Erstellung des Businessplans bis zur Unternehmensgründung, Markteinführung und Finanzierung, individuell am Bedarf orientiert.

KUER.NRW wird durchgeführt von pro Ruhrgebiet e.V. und Business Angels Netzwerk Deutschland (BAND) im Auftrag des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes NRW. Die Teilnahme ist kostenfrei.

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2: Start-Up Förderung im Rahmen des Sonderprogramms Umweltwirtschaft

Im Rahmen des Sonderprogramms Umweltwirtschaft werden umweltorientierte Start-Ups bei der Prototypenentwicklung und Markterschließungsmaßnahmen unterstützt.

 

3: Finanzierung von StartUps über NRW.SeedCap

Zur Frühphasenfinanzierung für Start-Ups der Umweltwirtschaft wurde das erfolgreiche NRW.SeedCap Programm der NRW.BANK ausgeweitet. Das Beteiligungsprogramm richtet sich jetzt an Jungunternehmen aus allen Branchen, die ein innovatives, wachstumsorientiertes Geschäftsmodell aufweisen und nicht mehr nur an digitale Start-ups. Darüber hinaus können Start-ups, die eine Erstfinanzierung über das Programm erhalten haben, bis 36 Monate nach Gründung eine zweite Finanzierungsstufe beantragen.

Bei NRW.SeedCap finanzieren die NRW.BANK und ein oder mehrere Business Angels als Investoren zu gleichen Konditionen in Form einer Beteiligung. Der Finanzierungsanteil der NRW.BANK beträgt zwischen 15.000 und 100.000 Euro. Unterstützt werden Unternehmen in Nordrhein-Westfalen, die nicht älter als 18 Monate sind.

Weitere Informationen zu NRW.SeedCap

4: Grüne Gründungen im Rheinischen Revier

Grüne Gründungen sind junge, innovative und wachstumsorientierte Unternehmen, die einen Beitrag zur ökologischen und gesellschaftlichen Transformation der Wirtschaft in Richtung einer Green Economy leisten. Sie verfolgen schadstoffarme, klimaneutrale und ressourceneffiziente Geschäftsmodelle.

Zur Förderung gesucht werden

  • Gründende, Startups sowie
  • Initiierende, Enabler und Promotoren für ein umweltorientiertes Gründungsökosystem im Rheinischen Revier (Kreise Düren, Euskirchen, Heinsberg, Rhein-Erft-Kreis, Rhein-Kreis Neuss, Städteregion Aachen, Stadt Mönchengladbach).

Die erste Einreichungsfrist für Projektskizzen endet am 30. Juni 2021. Die zweite Einreichungsrunde läuft bis zum 29. Oktober 2021. Einreichungen sind kontinuierlich möglich.

Der Aufruf erfolgt im Rahmen von „REVIER.GESTALTEN: Zukunftsorientierter Strukturwandel im Rheinischen Revier“. Vor der Einreichung der Projektskizzen wird den Antragsstellern empfohlen, eine Beratung mit dem Projektträger Jülich in Anspruch zu nehmen. Auch werden Bewerberinnen und Bewerber gebeten, sich auf der Seite der Zukunftsagentur Rheinisches Revier vorab zu informieren.

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Leitmarktwettbewerb: Umweltwirtschaft im EFRE

Mit dem Leitmarktwettbewerb EnergieUmweltwirtschaft.NRW verfolgte das Land Nordrhein-Westfalen das Ziel, den Standort NRW für eine moderne Energiewirtschaft sowie für Effizienz- und Umwelttechnologien zu stärken und die entsprechenden Forschungspotentiale auszubauen. Ziel war es, eine leistungsfähige heimische Klimaschutz- und Umweltwirtschaft zu unterstützen.

Im Fokus der Förderung standen Forschungs- und Entwicklungsprojekte aus den Themenbereichen

  • Nachhaltige Energieumwandlung, Energietransport und Energiespeicherung
  • Rohstoff-, Material- und Energieeffizienz
  • Umwelttechnologien

Der inzwischen abgeschlossene Leitmarktwettbewerb EnergieUmweltwirtschaft.NRW wird durch Mittel der Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) unterstützt. In der Förderperiode 2014 – 2020 war EnergieUmweltwirtschaft der am stärksten nachgefragte Leitmarktwettbewerb. Es wurden in den zwei Aufrufen insgesamt 256 Wettbewerbsbeiträge eingereicht, davon wurden 77 für eine Förderung ausgewählt. Die Gesamtprojektkosten der (Verbund-)Vorhaben belaufen sich insgesamt auf 60 Mio. Euro.  Aufgrund der hohen Bedarfslage soll die Förderung in der kommenden Förderperiode 2021 -2027 fortgesetzt werden. Weitere Informationen dazu finden Sie in Kürze an dieser Stelle.

Mit der Durchführung der Wettbewerbe ist die Leitmarktagentur.NRW beauftragt.