Umweltwirtschaft NRW
Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen
Eine zentrale Region für die Umweltwirtschaft Nordrhein-Westfalens

Regionalprofil Südwestfalen

In Südwestfalen weist die Umweltwirtschaft die höchste regionale Ausprägung in Nordrhein-Westfalen auf (Lokalisationsquotient von 1,2). Über 35.000 Erwerbstätige (2016) sind hier in der Querschnittsbranche beschäftigt.

Die Unternehmen der Region sind branchenübergreifend vernetzt, was u. a. im Prozess des Strukturförderprogramms Regionale 2013 mit breiter Unterstützung der Wirtschaft deutlich wurde.

Die Anzahl der Erwerbstätigen in den einzelnen Teilmärkten der Umweltwirtschaft für Südwestfalen
Die Umsätze der einzelnen Teilmärkte der Umweltwirtschaft in Südwestfalen
Legende zur Grafik aus dem Umweltwirtschaftsbericht
Bildlegende zur Beschreibung des Lokalisierungsquotienten

Der Teilmarkt Materialien, Materialeffizienz und Ressourcenwirtschaft ist sowohl mit Blick auf die Zahl der Erwerbstätigen von 9.700 (2016) als auch auf den Umsatz (rund 1,4 Mrd. Euro, 2015) der bedeutendste Teilmarkt in der Region. Insbesondere das Marktsegment Technik für die Abfallwirtschaft ist in der Maschinenbau-Region stark ausgeprägt (Lokalisationsquotient von 2,4). Kompetenzen und Innovationen finden sich hier u. a. in den Bereichen Müllfahrzeuge, Sortiertechnik und intelligente Mülltonnen. Auch im Entsorgungsbereich ist Südwestfalen mit führenden Unternehmen vertreten. Mit dem Verein Klimaschutz durch Kreislaufwirtschaft gehen von der Region innovative Impulse aus. Ein weiteres Kompetenzfeld Südwestfalens besteht im Werkstoffbereich (Metall und Kunststoffe), repräsentiert u. a. durch die einschlägigen Institute der Universität Siegen und der FH Südwestfalen.

Im Teilmarkt Energieeffizienz und Energieeinsparung weist die Region in beiden Marktsegmenten Stärken auf. Im Segment Energieeffiziente Gebäude sind über 4.000 Erwerbstätige (2016) beschäftigt. Die Stärken und Innovationskompetenzen liegen hier insbesondere in der Gebäude- und Beleuchtungstechnik. Das Marktsegment Energieeffiziente Produktionsprozesse ist mit einem Lokalisationsquotienten von 1,5 stark ausgeprägt. Bedeutende Innovationsthemen der Region sind in diesem Bereich Automatisierung und Energiesteuerung.

Herausragende Bedeutung kommt der Nachhaltigen Holz- und Forstwirtschaft in der Region zu. Der Teilmarkt ist mit 6.000 Erwerbstätigen (2016) und einem Lokalisationsquotienten von 3,3 sehr stark ausgeprägt. Insbesondere das Marktsegment Nachhaltige Forstwirtschaft mit einem Lokalisationsquotienten von 5,0 und einem starken Wachstum (+3,2 % p. a.) sticht hervor. Darüber hinaus sind auch im Bereich der Holz- und Holzverbundwerkstoffe Kompetenzen vorhanden.

Im regionalen Dialog im Rahmen des Masterplan-Prozesses, der zusammen mit den Aktivitäten zur KlimaExpo stattfand, erörterten Akteure in Südwestfalen unterstützende Maßnahmen für die Umweltwirtschaft mit den Schwerpunkten Innovation, Internationalisierung, Regionalisierung und Vernetzung. Ein Ziel besteht darin, das innovationsfreudige Klima sowohl in der Region als auch auf Ebene der Unternehmen weiter zu fördern. Ein großer Nutzen für Unternehmen wird in Netzwerken gesehen, die helfen, Marktpräsenz sowie Innovationen in Kooperation mit Partnern voranzutreiben. Mit dem Verein "Wirtschaft für Südwestfalen e. V." und in der Begleitung der Südwestfalen Agentur besitzt die Region bereits eines der aktivsten regional verwurzelten Unternehmensnetzwerke in Nordrhein-Westfalen. Neben der Fortführung der regionalen Prozesse (u. a. erneuter Zuschlag für eine Regionale) sollen Chancen und Risiken der Umweltwirtschaft bearbeitet werden. Chancen der Umweltwirtschaft liegen in der Bearbeitung internationaler Märkte. Insbesondere für kleinere und mittlere Unternehmen wurde Unterstützungsbedarf bei der Markterschließung identifiziert. Herausforderungen bestehen vor allem in dem erhöhten Fachkräfterisiko der Region, bei einer aktuellen "Vollbeschäftigung" in den technischen Berufen bei gleichzeitiger negativer demographischer Entwicklung und der strategischen Nutzung der Digitalisierung besonders im ländlichen Kontext.

Diese Seite verwendet Cookies, um für Sie die Benutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessern. Wie Sie die Verwendung von Cookies unterbinden können, erfahren Sie in den Datenschutzhinweisen.
Wenn Sie diese Webseite weiter nutzen, erklären Sie sich damit einverstanden. Mehr Informationen und Möglichkeit zur Deaktivierung.