Im Rahmen der Umweltwirtschaftsstrategie werden unterschiedliche Fördermittel bereitgestellt, um den Aufbau und die Entwicklung der Umweltwirtschaft in Nordrhein-Westfalen zu unterstützen. Im Folgenden sind die zentralen Maßnahmen dargestellt.
EFRE-JTF-Programm: Wettbewerb Grüne Gründungen.NRW
Mit dem Wettbewerb „Grüne Gründungen.NRW“ fördert die Landesregierung das Gründungsgeschehen speziell in der Umweltwirtschaft Nordrhein-Westfalens. Um Start-ups bei der Entwicklung neuer Ansätze, Technologien, Verfahren und Dienstleistungen zu unterstützen, die zum Klimaschutz, zur Klimaanpassung, zum Umweltschutz, zur Schonung von Ressourcen sowie zum Erhalt der Biodiversität beitragen, richtet sich dieser Förderwettbewerb auf die Entwicklung und Erprobung von Prototypen in den acht Teilmärkten der Umweltwirtschaft. Prototypen sind erste Ausführungen eines Produktes oder Verfahrens zur Erprobung und Weiterentwicklung vor der Serienproduktion.
Antragsberechtigt sind Grüne Gründungen (Unternehmensneugründungen aus der Umweltwirtschaft). Mitantragsberechtigt sind nichtwirtschaftlich tätige Institutionen wie Forschungs- und Bildungseinrichtungen, Vereine, Kammern und Stiftungen, die die Start-ups dabei unterstützen, ihren Prototypen zu entwickeln, Kapital und/oder Geschäftspartnerinnen und -partner zu akquirieren und sich am Markt zu etablieren. Die Förderung erfolgt im Rahmen des EFRE/JTF-Programms NRW 2021-2027.
Die Auswahl der Projekte erfolgt anhand von Auswahlkriterien über ein unabhängiges Auswahlgremium. In den ersten vier Einreichungsrunden wurden 232 Projektskizzen ein-gereicht und 45 Projekte mit einem Fördervolumen von rund 29 Millionen Euro unterstützt.
Der Stichtag für die fünfte Einreichungsrunde war der 30. September 2025. Ende Februar 2026 wird feststehen, welche Projekte zur Förderung ausgewählt
wurden.
Die sechste Einreichungsrunde läuft seit dem 20. November 2025. Stichtag ist der 31.März 2026, 14.00 Uhr.
Infoveranstaltungen finden an folgenden Terminen statt:
Mittwoch 11.12.2026 um 14–16:00 Uhr
Mittwoch 07.01.2026 um 14–16:00 Uhr
Mittwoch 11.02.2026 um 14 –16:00 Uhr
Mittwoch 18.03.2026 um 14 –16:00 Uhr
Eine siebte Einreichungsrunde ist in der zweiten Jahreshälfte 2026 geplant.
Links zu den Veranstaltungen sowie weitere Informationen, Voraussetzungen, Unterlagen sowie Termine von Informationsveranstaltungen und Ansprechpersonen für individuelle Beratungen auf https://www.in.nrw/gruene-gruendungen-nrw
Abgeschlossene Einreichungsrunden
In der ersten Einreichungsrunde der Fördermaßnahme wurden aus 51 Bewerbungen neun Projekte mit insgesamt 11 Projektpartnern ausgewählt und zur Antragstellung aufgefordert.
In der zweiten Einreichungsrunde wurden aus 36 Bewerbungen sieben Projekte mit neun Projektpartnern ausgewählt und zur Antragstellung aufgefordert.
In der dritten Einreichungsrunde der Fördermaßnahme „Grüne Gründungen.NRW“ wurden 77 Bewerbungen eingereicht und davon 15 Projekte zur Förderung ausgewählt.
In der vierten Einreichungsrunde der Fördermaßnahme „Grüne Gründungen.NRW“ wurden 68 Bewerbungen eingereicht und davon 14 Projekte zur Förderung ausgewählt.
EFRE-JTF-Programm: ZukunftUmweltwirtschaft.NRW
Mit dem Förderprogramm "ZukunftUmweltwirtschaft.NRW – Neue Produkte und Dienstleistungen für eine innovative Umweltwirtschaft" sollen kleine und mittlere Unternehmen (KMU) gezielt befähigt werden, eigene Produkte, Dienstleistungen und Verfahren in den Bereichen umweltschonender und ressourceneffizienter Technologien weiterzuentwickeln, branchenweite Trends maßgeschneidert aufzugreifen sowie den Wissens- und Technologietransfer von der angewandten Forschung bis zur kommerziellen Umsetzung voranzutreiben. Mit der Förderung soll für den EU-Binnenmarkt ein innovatives, neues und wegbereitendes Element von erheblichem wirtschaftlichem Potenzial geschaffen oder eine Verringerung bzw. Verhinderung strategischer Abhängigkeiten der Europäischen Union erreicht werden.
Gefördert werden innovative, intelligente Neu- und Weiterentwicklung umweltschonender und ressourceneffizienter Produkte, Biotechnologien, Dienstleistungen und Verfahren im Bereich der Umweltwirtschaft.
Antragsberechtigt sind Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie Forschungs- und Bildungseinrichtungen, kommunale Unternehmen und Einrichtungen sowie Kammern, Vereine und Stiftungen.
Das Förderprogramm wird vom Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen (MUNV) umgesetzt und ist mit Mitteln der neuen EU-Plattform STEP ausgestattet. Mit STEP werden Projekte unterstützt, die für den europäischen Binnenmarkt neue und wegbereitende Elemente von erheblichem wirtschaftlichen Potenzial schaffen oder Wertschöpfungsketten unterstützen, um so strategische Abhängigkeiten zu verringern oder dem Mangel an Arbeits- und Fachkräften in der Europäischen Union entgegenzuwirken.
Die aktuelle Einreichungsrunde endet am 30.04.2026, 16:00 Uhr.
EFRE-JTF-Programm: Wettbewerb GreenEconomy.IN.NRW
Um die grüne Transformation voranzutreiben, haben das nordrhein-westfälische Umwelt- und Verkehrsministerium sowie das Wirtschafts- und Klimaschutzministerium den Förderaufruf „GreenEconomy.IN.NRW“ gestartet. Insgesamt ist ein Fördervolumen von rund 100 Millionen Euro aus EU- und Landesmittel für den Wettbewerb vorgemerkt. Über den Wettbewerb unterstützt das Land innovative Ideen und unternehmerische Lösungen in den Feldern Umweltwirtschaft, Circular Economy und Klimaanpassung. Die Förderung erfolgt im Rahmen des EFRE/JTF-Programms NRW 2021-2027. Gefördert werden Forschungs-, Innovations- und Entwicklungsvorhaben im vorwettbewerblichen Bereich. Im Themenbereich Umweltwirtschaft werden Innovationen in den Blick genommen, die zur Entwicklung umweltfreundlicher, klimaschützender, ressourcenschonender Produkte, Verfahren und Dienstleistungen beitragen. Der Wettbewerb richtet sich vorrangig an kleine und mittlere Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Nordrhein-Westfalen. Großunternehmen, Kammern, Vereine und Stiftung sind im Verbund mit KMU ebenfalls antragsberechtigt.
In der ersten Einreichungsrunde des Innovationswettbewerbs wurden aus 56 Bewerbungen 26 Projekte mit 98 Projektpartnern ausgewählt und zur Antragstellung aufgefordert.
In der zweiten Einreichungsrunde wurden 35 Bewerbungen eingereicht, davon wurden 15 Projekte zur Förderung empfohlen.
Die aktuelle Einreichungsrunde startet im Juli 2024 und endet am 14. Oktober 2024.
EFRE-JTF-Programm: Wettbewerb Regio.NRW
Im Sinne einer Transformativen Strukturpolitik sollen über den Wettbewerb Regio.NRW Projekte gefördert werden, die einen entscheidenden Beitrag dazu leisten, regionale Transformationsprozesse mit Blick auf die spezifischen Profile der Regionen erfolgreich zu gestalten.
Der Aufruf richtet sich insbesondere an Kommunen, kommunale Einrichtungen wie kommunale Wirtschaftsförderungen und regionale Entwicklungsorganisationen, Kammern, Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Vereine und kleine und mittlere Unternehmen.
Aufgrund der Themenoffenheit ist der Aufruf u.a. für Akteure der Umweltwirtschaft besonders attraktiv, etwa in den Themenfeldern regionale Vernetzung oder Transfer von Wissen und innovativen Technologien. Weitere inhaltliche Schwerpunkte des Aufrufs betreffen u.a. die Erhöhung der Klimaresilienz und die Umstellung der wirtschaftlichen Aktivität hin zu einer Zirkulären Wirtschaft.
In der ersten Einreichungsrunde wurden insgesamt 33 Beiträge von insgesamt 144 Projektpartnern zur Förderung empfohlen.
Die zweite Einreichungsrunde startet am 31. Oktober 2024 und endet am 31. Januar 2025.
Umweltwirtschaftsrichtlinie NRW
Mit der Umweltwirtschaftsrichtlinie soll die Wettbewerbsfähigkeit der Umweltwirtschaft in Nordrhein-Westfalen erhöht werden. Mit Maßnahmen wie beispielsweise der Verbesserung des Wissens- und Technologietransfers, der Vernetzung von Akteuren, der Förderung von Produkt-, Prozess- und Dienstleistungsinnovationen, der Förderung von Gründungen und Start-ups, der Verbesserung des Fachkräfteangebotes sowie der Erschließung neuer Märkte sollen die ökonomischen Potenziale des Klima-, Ressourcen- und Umweltschutzes, der nachhaltigen Kreislaufwirtschaft, des nachhaltigen Wirtschaftens sowie der Klimaanpassung und -resilienz für Wirtschaft und Beschäftigung in Nordrhein-Westfalen nutzbar gemacht werden. Die Umweltwirtschaftsrichtlinie bildet die Rechtsgrundlage für unterschiedliche Fördermaßnahmen wie beispielsweise die Durchführung von Innovationswettbewerben im Zuge der EFRE-Förderung.
