Umweltwirtschaft NRW
Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen
Land der Umweltwirtschaft

Der Masterplan Umweltwirtschaft für Nordrhein-Westfalen

Der Masterplan "Land der Umweltwirtschaft" umfasst über 100 konkrete Maßnahmen, Projektideen und Handlungsempfehlungen zur Stärkung der Umweltwirtschaft. Er setzt erstmalig die Leitideen Ökologie und Klimaschutz systematisch in die fünf Handlungsfelder Innovationsförderung, Internationalisierung, Vernetzung, Fachkräfte sowie Rahmensetzung und Normung um und überträgt sie in Maßnahmen, Vorschläge und Ideen für eine zukunftsweisende Standortpolitik.

Maßnahmen in den strategischen Handlungsfeldern


Innovationsleitsystem Umweltwirtschaft

Mit dem Innovationsleitsystem Umweltwirtschaft sollen kreative Köpfe und Unternehmen der Umweltwirtschaft von der Ideenfindung bis zur Umsetzung begleitet werden. Dazu gehört unter anderem:

  • ein Innovationsradar, mit dem das Fraunhofer-Institut ISI gezielt nach technischen Neuerungen sucht und diese regelmäßig für NRW veröffentlicht
  • Innovationswettbewerbe, in denen sich besonders kleine und mittlere Unternehmen um Fördermittel bewerben können
  • gezielte Förder- und Finanzierungsberatung, inklusive Ausbau der Förderung umweltorientierter Gründungen

 

Kompetenznetzwerk Umweltwirtschaft NRW

Das Kompetenznetzwerk Umweltwirtschaft.NRW nimmt im Januar 2017 seine Arbeit auf. Es stellt die regionale, nationale und internationale Vernetzung von Unternehmen und Forschungseinrichtungen in den Mittelpunkt. Angebote sind unter anderem:

  • Begleitung der internationalen Aktivitäten von Unternehmen, etwa im Rahmen von Messebesuchen und Unternehmerreisen
  • Aufbau einer branchenspezifischen Unternehmensdatenbank als Grundlage für einen "Kompetenzatlas Umweltwirtschaft.NRW"

 

Marktentwicklung und Internationalisierung

Im Masterplan werden gezielt Maßnahmen des Landes NRW zur Unterstützung der Marktentwicklung und der Internationalisierung der Unternehmen der Umweltwirtschaft zusammengeführt. Dazu gehört unter anderem:

  • Etablierung einer neuen Messe für Unternehmen der Umweltwirtschaft am Standort Nordrhein-Westfalen
  • Ausbau und Anpassung der Programme zur Markteinführung von klimaschonenden Produkten (z.B. Solarstrom, Holzpellets u.a.)
  • Aufbau eines "Low Carbon Zentrums" um kontinuierlich Impulse für die Minimierung der Kohlenstoffnutzung zu setzen
  • neue Schwerpunktbildung bei der Außenwirtschaftsförderung im Bereich der Umweltwirtschaft
  • Verstärkung des internationalen Standortmarketings in Bezug auf die Umweltwirtschaft

 

Umweltwirtschaft in den Teilmärkten

Der Umweltwirtschaftsbericht definiert acht Teilmärkte (unter anderem Energieeffizienz, Wasserwirtschaft oder umweltfreundliche Mobilität), für die spezifische Maßnahmen vorgesehen sind. Dazu gehören unter anderem:

  • eine "Plattform Abwärme", die ungenutzte Abwärmepotentiale in NRW erschließen soll
  • eine Plattform "Virtuelles Unternehmen", die verschiedene Möglichkeiten des effizienten Einsatzes von Energie und anderen Ressourcen aufzeigt
  • Auszeichnung von vorbildlichen Projekten der Kreislaufwirtschaft
  • Pilotprojekt für eine emissionsarme Binnenschifffahrt
  • Bekanntmachung von Verfahren zum Flächenrecycling

 

Umweltwirtschaft in den Regionen

Regionale Standortinitiativen der Umweltwirtschaft fördert das Ministerium heute bereits in enger Zusammenarbeit mit den NRW-Regionen. Hierzu gehören unter anderem:

  • "Green Tech Ruhr", mit der die Metropolregion Ruhr eine Dachmarkenstrategie für kleine und mittelständische Betriebe der Umweltwirtschaft etabliert
  • "Innovationsnetzwerk GreenTec und Ressourceneffizienz" der Neuen Effizienz, die im Bergischen Städtedreieck die Steigerung der Ressourceneffizienz in den Teilbereichen Produktion und Produkte sowie Gebäude und Infrastruktur fördert
  • "Agrobusiness Niederrhein e. V", die die Sensibilisierung von landwirtschaftlichen Unternehmen für die Herausforderungen im Bereich Ressourcenschutz, Klimaschutz und Energieeffizienz, sowie den Wissenschafts- und Technologietransfer zugunsten der regional ansässigen Agrobusiness Unternehmen unterstützt

 

Der Weg zum Masterplan

Der Masterplan für die Umweltwirtschaft basiert auf einer umfangreichen Bestandsaufnahme, die mit dem Umweltwirtschaftsbericht Nordrhein-Westfalen 2015 veröffentlicht wurde. Auf dieser Grundlage wurden von der Prognos AG Handlungsfelder und erste Empfehlungen abgeleitet, die im letzten Jahr in einem landesweiten Konsultationsprozess mit rund 800 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Unternehmen, Verbänden, Kommunen und den Einrichtungen der Wirtschaftsförderung diskutiert und weiter vertieft wurden. Dazu fanden insgesamt neun regionale Standortforen und neun Wirtschaftsforen in allen Landesteilen Nordrhein-Westfalens statt.