Umweltwirtschaft NRW
Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen
Hohe Umsätze, Innovationen & Außenhandel

Umweltfreundliche Mobilität

Die umweltfreundliche Transformation globaler Mobilitäts- und Logistikstrukturen zählt zu den grundlegenden strategischen Herausforderungen einer nachhaltigen Entwicklung. Weltweit nimmt das Mobilitätsaufkommen zu. Bereits heute gehen rund 20 % der globalen anthropogenen CO2-Emissionen auf den Verkehr zurück. Verkehrsbedingte Schadstoff- und Lärmbelastungen stellen viele Städte vor Herausforderungen. Hier kann die Umweltwirtschaft Verbesserungen herbeiführen, insbesondere durch technische Lösungen wie alternative Antriebe und Kraftstoffe oder emissionsmindernde Technologien.

Außerdem können kreative Mobilitätsdienstleistungen, u. a. Car-Sharing oder attraktive öffentliche Verkehrsangebote, dazu beitragen, vorhandene Ressourcen nachhaltig zu nutzen und der zunehmenden Flächenkonkurrenz zu begegnen.

Der Teilmarkt untergliedert sich in drei Segmente. Das erste Marktsegment, Umweltfreundliche Mobilitäts- und Antriebstechnologien, vereint ein breites Spektrum verschiedener Enabler-Technologien. Es reicht von Technologien zur Verbesserung konventioneller Antriebsformen (z. B. Hybridmotoren) über alternative Kraftstoffe (Biokraftstoffe, Wasserstoff) bis hin zu alternativen Antrieben (E-Fahrzeuge, Brennstoffzellen). Darüber hinaus zählen hierzu auch Technologien, die verkehrsspezifische Emissionen wie CO2 und Lärm mindern, und Fahrzeugsysteme, die umweltfreundlichere Alternativen zum motorisierten Individualverkehr ermöglichen, wie Busse, Schienenfahrzeuge und Fahrräder.

Grafik zeigt Erwerbstätige und Umsätze (in Mio. Euro) im Teilmarkt Umweltfreundliche Mobilität in Nordrhein-Westfalen 2012 nach Marktsegementen. 76% sind im Bereich Umweltfreundliche Logistik- und Mobilitätsdienstleistungen tätig, nur 5% in der Branche Nachwachsende Rohstoffe und umweltfreundliche Materialien; Umsatzsteigerungen sind in diesem Teilmarkt mit 9-11% sehr gering. Es gab sogar einen Umsatzabfall: Umweltfreundliche Mobilitäts- und Antriebstechnologien haben einen Umsatzverlust von -1,4%.

Das Marktsegment Umweltfreundliche Logistik- und Mobilitätsdienstleistungen umfasst verschiedene Dienstleistungen des Personen- und Güterverkehrs, die ressourcen- bzw. klimaschonende Alternativen zum motorisierten Individualverkehr bzw. Straßengüterverkehr darstellen. Dazu zählen insbesondere der ÖPNV und der öffentliche Personenfernverkehr durch Züge und Fernbusse sowie der Transport von Gütern auf Schienen und Wasserstraßen. Mit dem Car-Sharing wird das Marktsegment ergänzt durch eine Dienstleistungsinnovation der letzten Jahre, die bei konsequenter Verbreitung eine beachtliche Effizienzsteigerung in der Nutzung von Ressourcen und Verkehrsflächen herbeiführen kann.

Zum Marktsegment Intelligente Verkehrsmanagementsysteme und Infrastruktur zählen Produkte und Aktivitäten zur Optimierung von Verkehrsströmen wie z. B. Navigationssysteme oder Verkehrsanalysen und das hierfür nötige Equipment. Umweltfreundliche Mobilität muss zudem über Verkehrsinfrastrukturen ermöglicht werden. Hierzu zählen neben dem Schienen- und Trassenbau auch die Bereitstellung von Bahnhöfen und Häfen sowie lärmmindernde Infrastruktur wie Schallschutzwände oder Flüsterasphalt, außerdem weitere Infrastruktur für eine Umweltfreundliche Mobilität wie z. B. die Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge.

Wertschöpfungssystem
Wertschöpfungssystem des Teilmarkts Umweltfreundliche Mobilität
Regionale Bedeutung des Teilmarktes
Regionale Bedeutung des Teilmarkts Umweltfreundliche Mobilität sowie Erwerbstätige 2012 nach Marktsegmenten. Einen maximal hohen Lokalisationsquotient hat die Metropole Ruhr; auch die meisten Erwerbstätigen gibt es in der Region Metropole Ruhr. Und zwar mehr als doppelt so viele als beim 2. Platziertem.
Unternehmen und Märkte

Der Teilmarkt umfasst eine sehr heterogene Unternehmenslandschaft. Neben größtenteils mittelständischen Unternehmen aus dem Maschinen- und Fahrzeugbau enthält er öffentlich und privat organisierte Mobilitäts- und Logistikdienstleister unterschiedlicher Größenordnung sowie Planungs- und Bauunternehmen. Insgesamt geht vom Teilmarkt Umweltfreundliche Mobilität in Nordrhein-Westfalen eine hohe Beschäftigungswirkung aus. Gemessen an der Erwerbstätigkeit stellt er mit rund 70.900 Erwerbstätigen den zweitgrößten Teilmarkt der Umweltwirtschaft dar, gemessen am Umsatz mit 11,6 Mrd. Euro den drittgrößten Teilmarkt.

Während die Erwerbstätigkeit im Marktsegment Umweltfreundliche Logistik- und Mobilitätsdienstleistungen am größten ist, erwirtschaftet das Marktsegment Umweltfreundliche Mobilitäts- und Antriebstechnologien über die Hälfte des Umsatzes im Teilmarkt. Die in Nordrhein-Westfalen ansässigen Unternehmen des Marktsegments Umweltfreundliche Mobilitäts- und Antriebstechnologien heben sich insbesondere in drei Bereichen hervor. Von herausragender Bedeutung ist der Schienenfahrzeugbau, der in Nordrhein-Westfalen allein über 4.500 Erwerbstätige umfasst. Auch die Herstellung von Fahrrädern ist mit über 1.000 Erwerbstätigen in Nordrhein-Westfalen ein wichtiger Beschäftigungsfaktor. Sie konnte sich nach rückläufiger Entwicklung nach der Jahrtausendwende in den letzten Jahren wieder erholen. Von 2009 bis 2012 wuchs die nordrhein-westfälische Fahrradindustrie um 8,5 %. Die Automobilzulieferindustrie Nordrhein-Westfalens beschäftigt in den Bereichen Emissionsminderungstechnologien, Leichtbau (u. a. Herstellung von Kohlefasern) und Elektromobilität (Motoren und Fahrzeuge) rund 2.200 Erwerbstätige. Insgesamt hat sie im Bereich der umweltfreundlichen Mobilität aber noch Steigerungspotenzial.

Im bundesweiten Vergleich ist sie bei der Herstellung von umweltfreundlichen  Mobilitätstechnologien  wie Hybridmotoren, Leichtlaufreifen oder Rekuperationsbremsen eher schwach aufgestellt. Die Anteile Nordrhein-Westfalens an der bundesweiten Erwerbstätigkeit bewegen sich hier mit Ausnahme von Abgasreinigungsanlagen zwischen 5 % und 15 %. Auch im Bereich des umweltfreundlichen Fahrzeugdesigns findet eine geringe Wertschöpfung statt.

Das Marktsegment Umweltfreundliche Logistik- und Mobilitätsdienstleistungen kann in Nordrhein-Westfalen als bevölkerungsreichstem und wirtschaftsstarkem Bundesland erwartungsgemäß eine hohe Erwerbstätigkeit ausweisen. Insbesondere in den Ballungsräumen Metropole Ruhr und Köln/Bonn und dem Bergischen Städtedreieck zeichnet sich das Marktsegment durch einen ausgeprägten Beschäftigungsanteil aus, wodurch auch auf den gesamten Teilmarkt bezogen diese Regionen Nordrhein-Westfalen in der Spezialisierung dominieren. Den Schwerpunkt bilden hier insbesondere Mobilitätsdienstleistungen für Personen durch private und kommunale Verkehrsbetriebe. Mit den Stadt- und Straßenbahnsystemen in Bonn, Köln, Düsseldorf, Krefeld, Duisburg, Oberhausen, Mülheim an der Ruhr, Essen, Bochum, Gelsenkirchen und Dortmund sowie dem Oberleitungsbussystem in Solingen werden in diesen Städten hochwertige Elektromobilitätsdienstleistungen angeboten. Auch umweltfreundliche Logistikdienstleistungen auf Schienen bzw. Wasserstraßen nehmen in Nordrhein-Westfalen mit Anteilen von jeweils ca. 23 % an der deutschlandweiten Beschäftigung in diesen Bereichen einen hohen Stellenwert ein. In Nordrhein-Westfalen sind mit Duisburg, Neuss-Düsseldorf und Köln die größten deutschen Binnenhäfen beheimatet.

Dem Marktsegment Intelligentes Verkehrsmanagement und Infrastruktur kommt eine steigende Bedeutung zu. Zwischen 2009 und 2012 wuchs die Anzahl der Erwerbstätigen um knapp 8 %. Nordrhein-Westfalen sticht in diesem Marktsegment vor allem mit Blick auf die Herstellung von Eisenbahninfrastruktur hervor. Über 30 % der bundesweiten Umsätze in dem Bereich werden in Nordrhein-Westfalen getätigt. Eine hohe Relevanz hat, daran anknüpfend, auch der Bau von Bahnverkehrsstrecken, der rund 2.400 Erwerbstätige beschäftigt.

Vernetzung, Forschung und Innovation

Mit dem AutoCluster.NRW und Logistik.NRW werden die für diesen Teilmarkt relevanten Themenfelder von zwei zentralen Vernetzungsaktivitäten in Nordrhein-Westfalen abgedeckt. Insbesondere das Autocluster.NRW widmet sich der Förderung von Elektromobilität, Effizienzsteigerungen konventioneller Antriebe, alternativen Kraftstoffen und Gewichtsreduktionen. Darüber hinaus wurden die Themengebiete Leichtbau, Grüne Logistik und Elektromobilität im Rahmen der Landesclusterpolitik als zentrale Cross-Innovationsfelder ausgerufen, auf die sich die Clusteraktivitäten branchenübergreifend ausrichten. Auf regionaler Ebene hat sich beispielsweise das EffizienzCluster Logistik Ruhr einer umweltfreundlichen Logistik verschrieben.

In Nordrhein-Westfalen werden umweltfreundliche Mobilitätslösungen mit einer Vielzahl von Forschungsaktivitäten unterstützt. Herausragend ist dabei der Standort Aachen, an dem rund die Hälfte der im Land befindlichen Forschungseinrichtungen im Bereich Automotive angesiedelt ist. Schwerpunkte sind hier vor allem die Bereiche Gesamtfahrzeugkonzeption und Antriebe (u. a. Brennstoffzellen und E-Mobility). Als weitere Forschungsstandorte sind hier das Forschungszentrum Jülich (Fokus: Brennstoffzellentechnologie) sowie das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT in Oberhausen und das Zentrum Münster Electrochemical Energy Technology (Fokus bei beiden: Batterien für Elektromobilität) zu nennen. Basierend auf den Handlungsempfehlungen des Masterplans Elektromobilität für Nordrhein-Westfalen wurden darüber hinaus drei Kompetenzzentren in den Bereichen Batterie, Fahrzeugtechnik sowie Infrastruktur & Netze eingerichtet. Diese führen die landesweiten Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten für Elektromobilität zusammen und fungieren als zentrale Anlaufstellen für die Forschungs- und Industriepartner.

Nordrhein-Westfalens Innovationskompetenzen liegen dabei insbesondere im Marktsegment Umweltfreundliche Mobilitäts- und Antriebstechnologien. Mit 12 Patenten/1.000 Erwerbstätige (2012) wird hier relativ betrachtet ein höheres Innovationspotenzial als in Deutschland insgesamt (10 Patente/1.000 Erwerbstätige) erreicht. Schwerpunkte sind die Bereiche Emissionsminderungstechnologien und Intelligente Fahrzeugelektronik/Computersysteme. Regional treten Innovationskompetenzen besonders in Ostwestfalen-Lippe (54 Patente) und Köln/Bonn (41 Patente) zum Vorschein. Aber auch die Region Düsseldorf-Mettmann (20 Patente) kann sich in Relation zur geringen Zahl der Erwerbstätigen in diesem Bereich profilieren.

Außenhandel

Der Teilmarkt Umweltfreundliche Mobilität stellt mit über 2 Mrd. Euro das zweithöchste Exportvolumen der Umweltwirtschaft Nordrhein-Westfalens. Dieses Volumen geht maßgeblich auf das exportstarke Marktsegment Umweltfreundliche Mobilitäts- und Antriebstechnologien zurück.

Schienenfahrzeuge sind das auf den Auslandsmärkten mit Abstand meistgehandelte Produkt der Umweltwirtschaft Nordrhein-Westfalens (Exportvolumen 2012: rund 800 Mio. Euro). Das Marktsegment Intelligente Verkehrsmanagementsysteme und Infrastruktur stellt zwar ein kleineres Exportvolumen, in diesem Bereich kann Nordrhein-Westfalen aber mit einem RXA-Wert von 1,65 eine sehr hohe Spezialisierung aufweisen. Top-Ausfuhrländer für die Produkte des Teilmarkts sind Belgien, die USA und Frankreich. Sie stellen etwa ein Viertel der Auslandsabsätze.

Markttreiber und Trends

Der Teilmarkt Umweltfreundliche Mobilität befindet sich auch künftig in einem äußerst dynamischen Entwicklungsumfeld. Mit Spannung ist etwa die weltweite Renaissance der Straßenbahn und des Oberleitungsbusses oder des Radverkehrs sowie die weitere Entwicklung teils konkurrierender Technologiepfade und innovativer systemischer Lösungen (z. B. Sharing-Modelle) bei der Automobilität zu verfolgen. Damit eine nachhaltige Transformation des Mobilitätssystems gelingen kann, müssen nicht nur technologische Hürden genommen werden. Neue Mobilitätslösungen müssen vor allem auch intelligent ineinandergreifen, den gestiegenen Qualitätsansprüchen an den öffentlichen Raum genügen und mit dem zunehmend gesundheitsbewussteren Verhalten der Verbraucher harmonieren.

Der Teilmarkt wird dabei von allen eingangs skizzierten Megatrends berührt. Klimawandel und Ressourcenverknappung determinieren die Notwendigkeit einer umweltfreundlichen Transformation der Mobilität. Der Ölpreis ist einer der wesentlichen Treiber für die Entwicklung alternativer Antriebe. Globalisierung und Bevölkerungswachstum führen weltweit zu einem steigenden Mobilitätsaufkommen, wodurch sich das Bedürfnis nach und die Bedeutung von nachhaltigen Mobilitätslösungen weiter erhöhen. Die Zunahme der globalen Arbeitsteilung bei gleichzeitiger Reduktion der Fertigungstiefen der OEMs in der Automobilindustrie hat bereits zu einer starken Ausdifferenzierung von Wertschöpfungsketten und vermehrten Gütertransporten geführt. In Entwicklungs- und Schwellenländern nimmt das Personenmobilitätsaufkommen sowohl absolut als auch pro Kopf zu. In Industrieländern sind dagegen leicht abnehmende Tendenzen zu erkennen.

Auch der Megatrend Urbanisierung verändert die Anforderungen an die Mobilität der Zukunft. Die Agglomeration von Personen und Zielen birgt dabei die Chance, durch städtebauliche Leitbilder („kompakt – urban – grün“) und optimierte Infrastrukturen Distanzen zu verringern („Stadt der kurzen Wege“) und für die Nahmobilität attraktiv zu gestalten („bewegungsfördernde Infrastrukturen“). Auch wird so ermöglicht, Fahrzeuge zu teilen und effizient zu nutzen (ÖPNV und Car-Sharing) und in einem umweltfreundlichen Mobilitätssystem der verschiedenen Verkehrsträger jeweils auf das optimale Verkehrsmittel zurückzugreifen. Darüber hinaus sind in den Stadt- und Straßenbahnsystemen in den nächsten Jahren umfangreiche Erneuerungs- und Ausbauinvestitionen erforderlich, um hier langfristig auch gleichberechtigte infrastrukturelle Rahmenbedingungen für alle Verkehrsträger zu schaffen. Steigendes Gesundheitsbewusstsein und hohe Investitionen in die Radverkehrsinfrastruktur in vielen Ländern der EU, auch mit Radschnellwegen wie im Ruhrgebiet, werden die Nachfrage nach Fahrrädern steigen lassen.

Car-Sharing-Systeme ergänzen den Umweltverbund aus ÖPNV, Fuß- und Radverkehr, nicht zuletzt da die Digitalisierung zur Veränderung der Mobilitätsnachfrage und des Mobilitätsverhaltens beiträgt. Sharing-Systeme stellen mit Hilfe digitaler Innovationen eine zunehmend komfortablere Alternative dar, weiterhin verliert das Auto als Statussymbol seinen Stellenwert. Dies stärkt zudem andere umweltfreundliche Verkehrsträger, wie den ÖPNV, der seinerseits über Digitalisierungsprozesse attraktiver wird. Intelligente Vernetzungs- und Softwarelösungen versprechen ein optimiertes Verkehrsmanagement. Im produzierenden Gewerbe können Digitalisierungsprozesse wie etwa Industrie 4.0 oder der 3-D-Druck dazu führen, dass die Zahl der Gütertransporte zurückgeht.

Neben den globalen Trends wird das Marktumfeld der umweltfreundlichen Mobilität auch stark vom politischen Ordnungsrahmen beeinflusst. Über verschiedene Ansätze wird dabei versucht, die Umweltauswirkungen konventioneller Mobilität zu begrenzen und eine Umweltfreundliche Mobilität zu fördern. So wird zum Beispiel der zulässige Schadstoffausstoß von Pkw auf EU-Ebene seit 1992 durch die Euro-Abgasnormen reguliert. Die Bestimmungen hierzu werden in regelmäßigen Abständen verschärft. Seit September 2014 gilt die neue Euro-6-Norm für alle neu zugelassenen Fahrzeugtypen. Dadurch wird insbesondere der Markt für Emissionsminderungstechnologien beflügelt. Im Weißbuch „Fahrplan zu einem einheitlichen europäischen Verkehrsraum – Hin zu einem wettbewerbsorientierten und ressourcenschonenden Verkehrssystem“ strebt die Europäische Union bis zum Jahr 2030 eine nahezu emissionsfreie Stadtlogistik an. Die CO2-Emissionen des gesamten Verkehrssektors sollen nach dem Energiekonzept der Bundesregierung bis 2050 um rund 40 % gegenüber 2005 sinken. Hierzu werden über vielfältige Maßnahmen alternative Antriebstechnologien und Mobilitätssysteme gefördert. Des Weiteren hat die EU-Biokraftstoffrichtlinie von 2003 die Verbreitung erneuerbarer Kraftstoffe im Verkehrssektor deutlich gesteigert. Durch die Biokraftstoffnachhaltigkeitsverordnung der Bundesregierung 2009 wurden detaillierte Vorgaben zur Herstellung von Biokraftstoffen erlassen, die zu einer stärkeren Akzeptanz von Biokraftstoffen beitragen sollen.