21.11.2025 · „Wertschöpfung im Wandel: Die Umweltwirtschaft als Impulsgeberin für Zukunftsmärkte“ – unter diesem Motto traf sich Nordrhein-Westfalens starke Querschnittsbranche am 20. November 2025 zum jährlichen SUMMIT Umweltwirtschaft. Im Mittelpunkt standen die Transformation der Wertschöpfungsketten, Innovationen und der direkte Dialog zwischen Politik und Wirtschaft.
Rund 300 Besucherinnen und Besucher trafen sich Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, zu dem das Kompetenznetzwerk Umweltwirtschaft.NRW (KNUW) eingeladen hatte.
Der Umweltwirtschaftsgipfel fand bereits zum 9. Mal statt und bildet die zentrale Netzwerkveranstaltung für Akteurinnen und Akteure der Umweltwirtschaft in Nordrhein-Westfalen. Mittlerweile hat die Netzwerkveranstaltung einen festen Platz im Kalender der Umweltwirtschaft: Die Hälfte der Teilnehmenden waren in diesem Jahr Unternehmerinnen und Unternehmer.
Der 9. Umweltwirtschafsgipfel begann mit guten Nachrichten aus dem aktuellen GreenTech-Atlas 2025. Demzufolge wuchs die GreenTech-Branche in Deutschland etwa 1,5-mal so stark wie die Gesamtwirtschaft. Und auch international zeigt sie sich mit einem jährlichen Wachstum von 6,1 Prozent als stabiler Faktor. Zudem arbeiten in Deutschland rund 3,4 Millionen Menschen im Klima- und Ressourcenschutz – jeder sechste davon in Nordrhein-Westfalen.
SUMMIT Umweltwirtschaft 2025: Die Hightlights im Video
„Der Wirtschaftsstandort NRW profitiert überdurchschnittlich von der GreenTech-Branche. Made in NRW steht für Innovationskraft und Zukunftsfähigkeit. Hier kommen Unternehmergeist, Klimaschutz und wirtschaftlicher Erfolg zusammen,“ betonte NRW-Umweltminister Oliver Krischer im Eröffnungstalk mit Landeswirtschaftsministerin Mona Neubaur, die ihrerseits unterstrich: „Klimaschutz und wirtschaftlicher Erfolg gehören in Nordrhein-Westfalen untrennbar zusammen. Innovative GreenTech-Unternehmen schaffen hier mit grünen Ideen viele neue Jobs, fördern das Wachstum und schützen unsere Umwelt. Als Landesregierung sorgen wir für die richtigen Rahmenbedingungen, damit NRW sich zum führenden Standort für nachhaltige Technologien entwickelt. So geben wir unserer Industrie den nötigen Rückenwind auf dem Weg in eine wettbewerbsfähige und klimaneutrale Zukunft.“
Die Veranstaltung bot viel Raum für Diskussionen über Kreislaufwirtschaft, Energieeffizienz, strategische Rohstoffe und nachhaltige Wertschöpfung – Themen, die zunehmend über Erfolg oder Misserfolg von Geschäftsmodellen entscheiden. Praxisnahe Formate wie Innovation-Pitches, eine Ausstellung vielversprechender grüner Gründungen und innovativer Green-Economy-Projekte sowie eine Kooperationsbörse boten zahlreiche Impulse. Im Fokus stand auch die Frage, wie Unternehmen bestehende Industrien – etwa Maschinen- und Fahrzeugbau, Chemie oder Metall – mit neuen, grünen Technologien verbinden können. Dabei wurde klar: Die Umweltwirtschaft ist längst integraler Bestandteil moderner Wertschöpfungsketten.
Ein Highlight war das neue Format „Unternehmen direkt: Umweltwirtschaft im Dialog mit dem NRW-Umweltminister“ Dabei sprachen Teilnehmende aus dem Mittelstand mit Minister Krischer über konkrete Hemmnisse, die in ihren Unternehmen einer Transformation von Wertschöpfungsketten entgegenstehen, etwa bei Mehrweglösungen im Gartenbau, biobasierten Alternativen für ein herkömmliches fossiles Produkt im Straßenbau oder dem Upcycling von Nebenprodukten der Stahlproduktion.
In einem Fachimpuls widmete sich Prof. Dr. Martin Faulstich vom Kompetenznetzwerk Umweltwirtschaft.NRW der Enabler-Funktion der Umweltwirtschaft, die sich heute bereits in vielen Wertschöpfungsketten bewährt. Insgesamt vier Unternehmen – zwei KMUs und zwei Start-ups – stellten ihre Aktivitäten bei der Transformation der Wertschöpfungsketten im Baustoff- und Kunststoffbereich vor. Den Abschluss bildete ein Gespräch mit Monika Lichtinghagen-Wirths, der Geschäftsführerin des Bergischen Abfallwirtschaftsverbandes.
Der 9. SUMMIT Umweltwirtschaft in Nordrhein-Westfalen zeigte deutlich, dass die Branche im Land die Chancen der nachhaltigen Transformation und die Angebote der Landesregierung im Rahmen der Umweltwirtschaftsstrategie NRW aktiv nutzt.. Die Umweltwirtschaft schafft ökologische und ökonomische Mehrwerte – und hat damit einen festen Platz in den Wertschöpfungsketten der Zukunft.
Ein besonderes Exponat in der Ausstellung war das Paketmobil Smarcel, das vor dem Eingang des NRW-Umweltministeriums von den Geschäftsführern von Innovativ Robot Delivery den Gästen vorgestellt wurde. Sat1 stellt das Projekt in einem Beitrag zum SUMMIT vor.
Am 18. November 2026 wird der nächste SUMMIT Umweltwirtschaft NRW stattfinden.

















