Umweltwirtschaft NRW
Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen
Presseinfo der IHK Mittlerer Niederrhein

Wirtschaft ist starker Player im Umweltschutz

07.09.2016 · Die Region Niederrhein ist überdurchschnittlich auf die Umweltwirtschaft spezialisiert – das wurde bei einem von der IHK Mittlerer Niederrhein, dem Landesumweltministerium und der EnergieAgentur.NRW ausgerichteten „Standortforums Umweltwirtschaft Niederrhein“ in der IHK in Krefeld deutlich.

Rund 28.800 Menschen oder 5,5 Prozent der Erwerbstätigen aus so unterschiedlichen Wirtschaftszweigen wie dem Maschinenbau, der Ressourcenwirtschaft, der Energietechnologie oder der Ernährungswirtschaft können dieser Querschnittsbranche zugerechnet werden. Damit ist der Niederrhein der Wirtschaftsraum in Nordrhein-Westfalen mit dem zweithöchsten Spezialisierungswert für diese Branche: Fast jeder zehnte Arbeitsplatz der nordrhein-westfälischen Umweltwirtschaft befindet sich am Niederrhein. Vor diesem Hintergrund diskutierten Experten der Region im Rahmen des Standortforums, wie man die Umweltwirtschaft weiter stärken kann.

„Die vom Umweltministerium veröffentlichten Daten machen klar, dass Umweltschutz in allen Bereichen der Wirtschaft eine große Rolle spielt“, sagte Dr. Ron Brinitzer, Geschäftsführer Innovation und Umwelt der IHK Mittlerer Niederrhein, „denn zur Umweltwirtschaft gehört nicht nur der, der die Umweltqualität unmittelbar verbessert, sondern auch derjenige, der ein konventionelles Produkt durch eine umweltfreundlichere Variante ersetzt.“ Statt wie bisher nur auf die Emissionen aus dem lokalen Schornstein zu achten, werde nun der Beitrag vieler Industriebetriebe zum Umweltschutz deutlich – von der Hütte, die Aluminium unter Einsatz von modernster Umwelttechnologie mit einem Bruchteil des Energieeinsatzes recycelt, bis zum Schienenfahrzeugbauer, der einen weltweiten Beitrag zur umweltfreundlicher Mobilität leistet. Brinitzer: „Und genau da liegt unsere Stärke: international marktfähige Produkte und Prozesstechnologien zu entwickeln und damit Umweltschutz zu einem globalen Exportschlager zu machen.“

Mit seinem Keynotevortrag stellte Carsten Liedtke, Vorstandssprecher der SWK Stadtwerke Krefeld, dar, wie ein Ausstieg aus den fossilen Energieträgern und die Erhaltung der kommunalen Versorgungsstrukturen als Chance ergriffen und die Energiewende vor Ort gestaltet werden können. Christoph Epe, Geschäftsführer SWK Netze GmbH und SWK SETEC GmbH, erläuterte wie Netze vor dem Hintergrund der Energiewende intelligenter gesteuert werden. Vor einer von Beate Kowollik (WDR) moderierten Diskussionsrunde widmeten sich weitere Vorträge zwei Branchen, die für den Niederrhein von großer Bedeutung sind: Zuerst erörterte Dr. Anke Schirocki, Geschäftsführerin Agrobusiness Niederrhein e.V., die Perspektiven des nachhaltigen Agrobusiness als innovative Branche. Im Anschluss thematisierte Dr. Peter Jahns, Geschäftsleitung Effizienz-Agentur NRW, Materialeffizienz und Ressourcenwirtschaft sowie ihre nachhaltige Wachstumsperspektiven.

Die Veranstaltung war Teil einer Reihe, die im Rahmen eines Konsultationsprozesses der Landesregierung bis Herbst dieses Jahres NRW-weit durchgeführt wird. Die Ergebnisse sollen im Zuge der Umweltwirtschaftsstrategie des Landes im kommenden Jahr mit dem Masterplan Umweltwirtschaft vorgestellt werden. Basis ist der NRW-Umweltwirtschaftsbericht, der erstmals eine Bestandsaufnahme der Branche im größten Bundesland vornimmt: Danach ist Nordrhein-Westfalen mit rund 320.000 Erwerbstätigen und 70 Milliarden Euro Umsatz bundesweit der größte Anbieter von Produkten und Dienstleistungen der Umweltwirtschaft. Der Masterplan für die Umweltwirtschaft soll dazu dienen, diesen Vorsprung auszubauen und so gleichermaßen einen Beitrag für Umwelt, Wohlstand und Arbeitsplätze in NRW leisten.

Kontakt

Lutz Mäurer
Telefon: 02131 9268-358
E-Mail
www.ihk-krefeld.de

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