Umweltwirtschaft NRW
Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen
Presseinfo der EnergieAgentur.NRW

Masterplan Umweltwirtschaft: Gefragt ist die Meinung von Unternehmen zu Marktchancen von Effizienztechnologien

06.04.2016 · Holzwickede. Rund 60.000 Erwerbstätige im Bereich Energieeffizienz und Energieeinsparung verzeichnet der aktuelle Umweltwirtschaftsbericht für Nordrhein-Westfalen. Um diesen Wirtschaftsfaktor weiter zu stärken, hat das nordrhein-westfälische Umweltministerium eine Reihe von neun Wirtschaftsforen aufgelegt, die mit verschiedenen Kooperationspartnern seit November 2015 durchgeführt werden.

Zusammen mit der EnergieAgentur.NRW hatte man heute (6. April) zum Wirtschaftsforum Energieeffizienz Unternehmensvertreter nach Holzwickede eingeladen. Themen waren unter anderem Marktchancen und die Akzeptanz von Effizienztechnologien. Das Wirtschaftsforum Energieeffizienz war das fünfte Forum dieser Reihe. Die Ergebnisse dieser Treffen fließen in den Masterplan Umweltwirtschaft ein, der noch 2016 verabschiedet werden soll.

"Sparen ist mehr als sexy, Energieeffizienz ist für Unternehmer ein absolut notwendiges Feld und eine lohnende Anlage. Neue Technologien und intelligente Maßnahmen führen zu einer höheren Produktivität und steigern dadurch die Wettbewerbsfähigkeit. Ebenfalls finden Produkte, deren Klimabilanz bekannt ist, innerhalb von wettbewerblichen Ausschreibungen immer größere Berücksichtigung. Beim Erkennen von Energieeffizienzpotentialen unterstützt die EnergieAgentur.NRW Unternehmen mit so genannten Aufschließungsberatungen über alle Querschnittstechnologien, also z.B. zu hocheffizienter Heizungs- und Lüftungstechnik in Bürogebäuden und Fertigungshallen, Druckluft- und Antriebstechnik sowie Beleuchtung. Die vertiefenden Beratungen, Planungen und Umsetzungen werden dann durch Ingenieur- oder Architekturbüros bzw. Fachkräften aus dem Handwerk oder Spezialunternehmen durchgeführt", sagte Peter Lückerath von der EnergieAgentur.NRW. 

Von der Vakuum-Isolierverglasung über intelligente Klimatechnik bis zum Energie-Contracting – Produkte und Dienstleistungen zur Steigerung der Energieeffizienz sind stark nachgefragt. In Deutschland treibt die Energiewende diese Entwicklung voran und auch im Ausland ist das Interesse an innovativen Ansätzen groß. "Nordrhein-Westfalen zeigt herausragende Kompetenzen beispielsweise bei IT-Systemen und Dienstleistungen zur Optimierung von Produktionsprozessen, aber auch in der Kälte-, Heiz- und Klima-technik. Im gesamten Bereich Energieeffizienz und Energieeinsparung erreichen wir damit ein Exportvolumen von rund einer Milliarde Euro im Jahr. Das sind Erfolge, auf denen wir aufbauen und die wir mit dem Masterplan Umweltwirtschaft ausbauen wollen", sagt Alexandra Landsberg, stellvertretende Abteilungsleiterin im Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen.

Der Umweltwirtschaftsbericht bescheinigt Nordrhein-Westfalen ein starkes Wachstum im Bereich der Energieeffizienz und Energieeinsparung: Um 6,6 Prozent ist die Erwerbstätigkeit zwischen 2009 und 2012 hier angestiegen. Inzwischen verdienen rund 60.000 Menschen in NRW ihr Geld mit Tätigkeiten rund um Energieeffizienz und Energieeinsparungen. Insgesamt machen 320.000 Beschäftigte in der Umweltwirtschaft einen Jahresumsatz von rund 70 Milliarden Euro. Nordrhein-Westfalen ist damit bundesweit der größte Anbieter von Produkten und Dienstleistungen der Umweltwirtschaft. Um diese Position zu festigen, hat die Landesregierung eine Umweltwirtschaftsstrategie entworfen. Ziel ist es, Nutzen für Umwelt, Wohlstand und Arbeitsplätze in NRW gleichermaßen zu schaffen.

Das nächste Wirtschaftsforum in Kooperation mit der EnergieAgentur.NRW findet am 19. April bei der IHK Dortmund zum Themenkomplex „Umweltfreundliche Energiesysteme“ statt.

Ansprechpartner
EnergieAgentur.NRW
Peter Lückerath,
Lueckerath(at) avoid-unrequested-mailsenergieagentur.nrw 
Tel: 0202 24552 56

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