Umweltwirtschaft NRW
Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen
Presseinfo der NRW-Landesregierung

Land fördert Innovationen aus Energie- und Umweltwirtschaft mit zusätzlich 14 Millionen Euro

01.02.2018 · Nordrhein-Westfalen ist Energie- und Umweltwirtschaftsland Nummer Eins. Damit dies so bleibt, unterstützt die Landesregierung insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bei der Entwicklung innovativer Projekte und der Umsetzung von Potenzialen in der Energie- und Umweltwirtschaft. Für den "Leitmarktwettbewerb EnergieUmweltwirtschaft.NRW" stehen insgesamt mindestens 40 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zur Verfügung.

Umweltministerin Christina Schulze Föcking: "Der Leitmarktwettbewerb ist ein wesentliches Instrument, Innovationen und Potenziale der Energie- und Umweltwirtschaft zu fördern und zu erschließen. Hier entsteht Zukunft!"

Zusätzlich werden zur Kofinanzierung Landesmittel des Umweltministeriums, des Wirtschaftsministeriums und des Wissenschaftsministeriums bereitgestellt. So haben seit Beginn der Förderperiode bereits 45 Projekte Zuwendungen in einer Höhe von insgesamt 46,6 Millionen Euro erhalten, nunmehr werden zwölf weitere Verbundprojekte mit zusätzlich 14 Millionen Euro gefördert.

Dazu sagt Umweltministerin Christina Schulze Föcking weiter: "Ob es um die Entwicklung neuartiger Materialien, um ressourcenschonende Industrieprozesse, um innovative Klimaschutz- oder Umwelttechnologien geht: der Leitmarktwettbewerb bietet Raum, all diese vielfältige Ideen zu entwickeln und zu erproben."

Wirtschafts- und Energieminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart erklärt: "Dass herausragende Projekte aus den Bereichen Energie und Energieeffizienz für den Leitmarktwettbewerb ausgewählt wurden, unterstreicht die starke Innovationsfähigkeit der nordrhein-westfälischen Wirtschaft. Gemeinsam mit Forschungseinrichtungen und Hochschulen arbeitet sie an richtungsweisenden und sektorübergreifenden Energiesystemen der Zukunft."

"Die Wissenschaft spielt bei dem Wettbewerb eine Schlüsselrolle. Nordrhein-Westfalen mit seinem dichten Netz herausragender Forschungsinstitute ist ein wichtiger Partner, die zentralen Fragen der Energie-und Umweltwirtschaft zu beantworten", sagte Kultur- und Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen.

Mit den Leitmarktwettbewerben sollen der Transfer wissenschaftlichen Know-hows in die wirtschaftliche Nutzung, die Erschließung neuer Märkte, der Abbau von Innovationshemmnissen sowie das Schließen bestehender Lücken in den Wertschöpfungsketten befördert werden. Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen aus Nordrhein-Westfalen sind aufgerufen, sich zu beteiligen. Der Wettbewerb wird in vier Einreichrunden durchgeführt. Die nächste und zugleich letzte Einreichungsfrist endet am 17. Mai 2018.

Mit den Förderschwerpunkten "Nachhaltige Energieumwandlung, Energietransport und Energiespeicherung", "Rohstoff-, Material- und Energieeffizienz" und "Umwelttechnologien" setzt der Leitmarktwettbewerb gezielt auf die Stärkung und den Ausbau der leistungsfähigen heimischen Energie- und Umweltwirtschaft.
Folgende zwölf Gewinner (sog. "Verbundprojekte") wurden von einem unabhängigen Gutachtergremium zur Förderung empfohlen:

Förderschwerpunkt Nachhaltige Energieumwandlung, Energietransport und Energiespeicherung:
  • H2Loop: Quasi-geschlossene Heliostatenfeld-Regelung eines Multi-Kammer-Reaktors zur solaren Wasserstofferzeugung
  • BaSiS: Bedarfsgerechte Solarstromproduktion mittels Schwefelspeichertechnologie
  • diNET-SB: Digitale Verteilnetze mit strukturierter Betriebsführung
  • CALyPSOL: CO2-Abscheidung und -speicherung mittels solar betriebenem Kalziumoxid-Looping
  • FlexiEnergy: Sektorübergreifende Entscheidungsunterstützung zur flexiblen Gestaltung des Energiesystems unter Unsicherheit

 

Förderschwerpunkt Rohstoff-, Material- und Energieeffizienz:
  • EffProSchliffUp: Ressourceneffiziente Produktion formgeschliffener metallischer Produkte mit nachfolgendem Up-Cycling der Prozessabfallstoffe
  • TapeZyklat: Entwicklung eines Recyclingprozesses für kohlenstofffaserverstärkte Kunststoff (CFK)-Tapes
  • FlexiMoH: Entwicklung flexibler Module in Holzbauweise, bei denen sowohl die Raumgrößen als auch die Gebäudegrößen variabel angepasst werden können.
  • iMulch: Entwicklung eines Detektionsverfahrens für Mikroplastik in Böden am Beispiel von in der Landwirtschaft eingesetzten Mulchfolien
  • DynaHEAT: Entwicklung einer prozessintegrierten Dünnschichtheizung mittels chemischer Gasphasenabscheidung für die dynamische Werkzeugtemperierung zur Ressourceneinsparung in der Spritzgießtechnik
Förderschwerpunkt Umwelttechnologien:

  • CyanoFox: Entwicklung und Pilotierung eines in situ Sanierungsverfahrens für Cyanide und PAK (polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe) Altlasten
  • PANORAMA: Entwicklung eines nanoskaligen Kompositmaterials, welches gezielt auf die Anreicherung und Eliminierung von PFC-haltigem Grundwasser abgerichtet ist
Hintergrund

Der Leitmarktwettbewerb EnergieUmweltwirtschaft.NRW gehört zu den am stärksten nachgefragten Wettbewerben des Landes im Rahmen des aktuellen NRW-Programms des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Für den "Leitmarktwettbewerb EnergieUmweltwirtschaft.NRW" stehen insgesamt mindestens 40 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zur Verfügung. Zusätzlich werden zur Kofinanzierung Landesmittel des Umweltministeriums, des Wirtschaftsministeriums und des Wissenschaftsministeriums bereitgestellt.

Weitere Informationen zum Wettbewerb sowie zu den Gewinnern der dritten Einreichungsrunde sind abrufbar unter: www.leitmarktagentur.nrw.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestellen folgender Ministerien:

Pressestelle des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz
Ansprechpartner: Peter Schütz, Telefon: +49 211 4566 719,
Mail: peter.schuetz(at) avoid-unrequested-mailsmulnv.nrw.de

Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie
Ansprechpartner: Matthias Kitzmann, Telefon: +49 211 61772 204,
Mail: matthias.kietzmann(at) avoid-unrequested-mailsmwide.nrw.de

Pressestelle des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft
Ansprechpartner: Hermann Lamberty, Telefon: +49 211 896 4790,
Mail: hermann.lamberty(at) avoid-unrequested-mailsmkw.nrw.de

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